Notstandshilfe ist Versicherungsleistung – daher weg mit Anrechnung des Partnereinkommens!

Written by Gerti Jahn on Mai 10th, 2012

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn fordert sofortiges Aus für diskriminierende Regelung

Obwohl die Notstandshilfe eine Versicherungsleistung aufgrund eingezahlter Beiträge ist, wird sie als Mischung aus Versicherungs- und Wohlfahrtsleistung gehandhabt und nur dann gewährt, wenn eine „soziale Notlage“ im Haushalt vorliegt. Schon ein monatliches Nettoeinkommen von 1.200 Euro des Partners/der Partnerin kann zu hoch sein und der Antrag auf Notstandshilfe wird abgelehnt, bzw. der Anspruch verfällt. In Oberösterreich war das 2011 bei 2356 Personen (2041 Frauen, 315 Männer) der Fall.

„Das ist aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht absolut unfair. Diese unsoziale Regelung, die vor allem Frauen diskriminiert, erhöht mit einem Schlag die Armutsgefahr von Familien“, fordert SPÖ-Klubvorsitzende und Perger Bezirksfrauenvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn die sofortige Abschaffung der Anrechnung des Partnereinkommens. Auch im Oö. Landtag hat die SPÖ bereits einen entsprechenden Initiativantrag eingebracht.

Einerseits wird bei der Gewährung der Notstandshilfe geprüft, ob entsprechende Versicherungszeiten erworben wurden, andererseits, ob eine „Notlage“ vorliegt. Zur Beurteilung dieser Notlage wird das Einkommen des Partners bzw. der Partnerin – abzüglich eines geringen Freibetrages von 515 Euro im Monat – miteinbezogen und auf die grundsätzlich zustehende Notstandshilfe angerechnet. Ist der Anrechnungsbetrag höher als der Notstandshilfeanspruch, erhält die Betroffene – in der Mehrzahl der Fälle sind es Frauen – keine Notstandshilfe. Gestrichen oder drastisch reduziert wird damit ein ohnehin geringes Einkommen, da die Notstandshilfe im Schnitt nur 672 Euro monatlich beträgt.

„Es ist nicht einzusehen, dass Frauen, die über Jahre hinweg in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, diese Versicherungsleistung verlieren, wenn sie arbeitslos werden, nur weil das Einkommen ihres Ehemannes oder Partners mit angerechnet wird. Neben niedrigeren Gehältern und Pensionen ist diese Regelung nur eine weitere Ungerechtigkeit, die Frauen finanziell in Bedrängnis bringt“, argumentiert die SP-Bezirksfrauenvorsitzende.

Es gibt viele gute Gründe, warum die Abschaffung der Anrechnung des PartnerInneneinkommens bei der Notstandshilfe sinnvoll ist: Die Kosten von zirka 80 Millionen Euro (laut AMS) sind absolut zu bewältigen und die Entbürokratisierung durch den Wegfall der aufwändigen Prüfung würde sogar Kosten sparen. Außerdem ist es ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des Einkommensnachteils der Frauen und ein wirksamer Schritt zur Armutsbekämpfung.

“Frauen haben ein Recht auf ein eigenständiges Leben, das muss sich auch bei Versicherungs- und sozialen Leistungen widerspiegeln. Wir müssen alles tun, damit sie nicht ‘einen Mann weit von der Armut entfernt’ sind. Darum müssen wir bei allen sozialen Sicherungssystemen auf individuelle Ansprüche umstellen und vom Prinzip ‘Partneranrechnung’ abrücken”, so Jahn abschließend.

 

Klubobfrau Gerti Jahn als Festrednerin bei der Bezirksmaikundgebung in St. Georgen am Walde

Written by Gerti Jahn on April 23rd, 2012

Der traditionelle Maiaufmarsch der Roten aus dem Bezirk Perg findet heuer am Dienstag, 1. Mai in St.Georgen am Walde statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich beim Schanzberg zum Abmarsch um 9.30 Uhr treffen. Die Kundgebung, bei der als Festrednerin unsere Klubobfrau aus dem Bezirk Perg Labg. Mag. Gertraud Jahn erwartet wird, findet dann um 10 Uhr am Kirchenplatz statt.
Der 1. Mai ist der Feiertag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Alle Interessierten, Sympathisantinnen und Sympathisanten und natürlich alle Genossinnen und Genossen sind am 1. Mai bei unserer traditionellen Feier und Kundgebung in St. Georgen am Walde herzlich willkommen“, sagt SPÖ-Bezirksvorsitzender Abg.z.NR Mag. Kurt Gaßner.
Die SPÖ St. Georgen am Walde organisiert diese Bezirksveranstaltung – welche im Jahr 1991 das letzte Mal in St. Georgen am Walde stattfand – und wird die Besucherinnen und Besucher auch kulinarisch bestens versorgen.
Bürgermeister Leopold Buchberger: „Als amtierenden Bürgermeister freut es mich besonders, dass nach 21 Jahren die Bezirksmaikundgebung wieder in unserem schönen Ort stattfindet.“
SPÖ Ortsparteivorsitzender Heinrich Haider: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig die sozialdemokratischen Grundwerte wie Solidarität und Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt zu stellen.“

 

Meine Einwendung gegen Temelin

Written by Gerti Jahn on April 20th, 2012

Gerti Jahn beim Unterzeichnen ihrer Einwendung gegen den Temelin-Ausbau.

Seit Anfang dieser Woche können Einwendungen gegen den Temelin-Ausbau im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung abgegeben werden. Die Einwendungen können auch ganz einfach online unter http://www.atomkraftfrei-leben.at eingebracht werden. Ich habe bereits unterschrieben, weil ich Atomkraft zutiefst ablehne und es mir wichtig ist, dass neben einem starken politischen Zeichen aus dem Landtag auch ein starkes gesellschaftliches Zeichen aus der Bevölkerung durch eine hohe Zahl an Einwendungen zustande kommt.

 

Schwere Mängel in Haimbuchners Wohnbaubilanz

Written by Gerti Jahn on April 3rd, 2012

Foto: Land Oberösterreich

“Wohnbaureferent Haimbuchner hat bei seiner Bilanzkonferenz verschwiegen, dass er ‘seine’ Wohnbaubilanz mit harten Einschnitten bei der Wohnbeihilfe, bei der Barrierefreiheit und beim Betreubaren Wohnen finanziert. Die schönen Zahlen des FPÖ-Landesrates bezahlen also Menschen mit geringem Einkommen in Form von gekürzter Wohnbeihilfe und ältere Menschen durch Verlust der Möglichkeit, länger in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können”, so SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn. Durch die Annuitätenzuschüsse entsteht zudem ein hohes Zinsrisiko für das Land Oberösterreich, was auch der Rechnungshof in seiner jüngsten Prüfung kritisiert hat.

Folgende konkrete Mängel in Haimbuchners Wohnbaubilanz kritisiert die SPÖ:

>>Einschnitte bei der Wohnbeihilfe für 20.000 Haushalte mit geringem Einkommen wirken zusätzlich zu den hohen Mietpreissteigerungen besonders belastend; 
>>Kontinuierlicher Abbau von Barrierefreiheit im Wohnbau;
>>Das Verbot von Stufen in Wohnungen droht durch die Neubauförderungs-Verordnung zu fallen.
>>Betreubares Wohnen wird durch Verschlechterungen de facto abgeschafft;
>>Lifteinbauten bei Häusern mit drei Geschoßen nicht mehr ab 9 sondern erst ab 10 Wohnungen vorgesehen;
>>Die schlechtere Förderung von nachträglichen Lifteinbauten belastet BewohnerInnen schwer;

Die kontinuierlichen Einschnitte und Verschlechterungen im Wohnbau sind aus Sicht der SPÖ auch in der Unterdotierung des Wohnbaubudgets begründet. “Wir haben daher einen konkreten Initiativantrag für eine bessere finanzielle Ausstattung des Wohnbauressorts eingebracht – vor allem die überfällige Valorisierung der Wohnbaugelder des Bundes ist dringend erforderlich. Auf Perspektive soll Oberösterreich außerdem auf ein Fondsmodell nach dem Vorbild von Salzburg umsteigen, bei dem das Land direkte Kredite vergibt und die Rückflüsse wieder dem Wohnbau zugeführt werden. Damit würde auch das Zinsrisiko für die Zukunft eingedämmt”, so Jahn.

 

“Laufende Denkmäler”: SPÖ-Aktion in Perg zum Internationalen Frauentag

Written by Gerti Jahn on März 2nd, 2012

Die laufenden Denkmäler zeigen die ungerechte Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt auf.

“Denk’ mal!” Ein Maurer hat ganz schön zu heben und zu tragen. Eine Altenfachbetreuerin auch: Aber warum verdient er um 220 Euro mehr im Monat?”.  Das ist eine der Aussagen, die auf zwei “laufenden Denkmälern ” prangte, die sich am Freitag, 2. März, Vormittag durch das Einkaufszentrum Perg bewegten und damit große Aufmerksamkeit erregten. Die SPÖ-Frauen machten bei diesem Aktionstag  anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2012 auf das Thema der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam.

„Verstecken nützt nicht. Wir werden die unterschiedlichen Gehälter für gleichwertige Arbeit so lange aufzeigen, anprangern und mehr Lohngerechtigkeit einfordern, bis eine gleiche Bezahlung in frauentypischen und männerdominierten Berufen selbstverständlich ist”, erklärt Bezirksfrauenvorsitzende KO LAbg. Mag.a Gertraud Jahn.

“Es ist ungerecht, wenn eine Frau tagtäglich in einem Unternehmen gute Arbeit leistet und dann sowohl bei der Bewertung als auch bei der Bezahlung schlechter abschneidet als wir Männer. Deshalb zeige ich mich mit der Forderung der Frauen nach gerechter Entlohnung solidarisch und unterstütze sie”, betonte SPÖ Ortsparteivorsitzender Gerold Prinz beim Aktionstag.

Bildung, Pflege, sozialer Bereich…) geringer bewertet bzw. entlohnt wird! “Das heißt, die Arbeitsanforderungen sind auf Basis der Gleichwertigkeit mit typischen Männerberufen zu vergleichen”, fordert Vizebürgermeisterin Ingrid Wallner.
Die Aktion erregte viel Aufmerksamkeit und erntete in erster Linie Zustimmung zu den Botschaften.  Es ergaben sich zahlreiche interessante Gespräche mit weiblichen, aber auch mit männlichen Passantinnen und Passanten.

Fraueneinkommen im Bezirke Perg an 13. Stelle

Im Bezirk Perg beträgt die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern 44,3 Prozent. Frauen verdienen in Perg durchschnittlich 1.283 € brutto im Monat (= Medianwert; d.h. je 50% verdienen über und 50% unter diesem Wert; inkl. Teilzeitbeschäftigte) “Mit einem Bruttoeinkommen von 1.283 € liegt das Fraueneinkommen bei uns im Vergleich der oö. Bezirke an 13. Stelle”, so die Bezirksfrauenvorsitzende.

 

Sprechtag der Mietervereinigung im SPÖ Bezirksbüro am 1. März

Written by Gerti Jahn on Februar 17th, 2012

Dr. Toifl-Campregher von der Mietervereinigung hilft bei Wohnrechtsfragen.

Die Mietervereinigung Oberösterreich bietet ihren Mitgliedern eine breite Palette von Rat und Hilfe in allen Wohnungsfragen.
„Wir vertreten Mieter von Wohnungen und Geschäftslokalen, Pächter und Wohnungseigentümer bei allen Problemen mit ihren Vermietern und Hausverwaltungen. Zusätzlich zur Rechtsberatung und Vertretung unserer Mitglieder bei individuellen Wohnproblemen setzt sich die Mietervereinigung Österreichs als Interessenvertretung aller wohnenden Menschen für eine soziale Wohnpolitik ein. Vorrangiges Ziel dabei ist es, den Abbau des Mieterschutzes zu verhindern und die Belastung der Haushalte für Wohnkosten zu senken“, so beschreibt Landesgeschäftsführerin Dr.in Sonja Toifl-Campregher die Arbeit der Oberösterreichischen Mietervereinigung

Die Mietervereinigung hält ihre kostenlosen Sprechtage in der SPÖ Bezirksgeschäftsstelle Perg (Herrenstraße 22) ab. Das nächste Mal steht Frau Dr.in Sonja Toifl-Campregher allen Ratsuchenden am Donnerstag, 1. März 2012 von 11:00 bis 13:00 Uhr zur Verfügung.

Eine Voranmeldung telefonisch unter (07262/52579) oder per Mail an daniela.naderer@spoe.at ist erforderlich. Bitte nehmen Sie zu Ihrem Sprechtagstermin alle Unterlagen (Mietvertrag, Vertragsentwürfe, …) mit.

 

LehrerInnenauswahl: Viel Marketing, aber wenig Inhalt von Landesrätin Hummer

Written by Gerti Jahn on Februar 16th, 2012

Viele Unklarheiten bestehen nach wie vor zum Thema Lehrkräfteauswahl durch DirektorInnen.

Die VertreterInnen der SPÖ haben im Landesschulratskollegium der Novelle zum Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz keine Bedenkenfreiheit attestiert – Hintergrund dafür sind die fehlenden Informationen zu den konkreten Auswirkungen in der schulischen Praxis. “Das groß angekündigte Gesetz zur LehrerInnen-Auswahl durch DirektorInnen von Landesrätin Hummer scheint nichts anderes zu sein als die Festsschreibung der bisher gängigen Vorgangsweise im Gesetz. Diese Form der Effekthascherei halte ich gerade in einem so wesentlichen Bereich wie der Bildung für wenig verantwortungsbewusst”, stellt SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn klar.

Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht eine Mitwirkungsmöglichkeit der DirektorInnen bei der Zuteilung von Lehrerinnen und Lehrern vor, was der der bisherigen Gepflogenheit zwischen den BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen entspricht. “Einer positiven Zusammenarbeit zwischen BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen spricht nichts entgegen – allerdings sind dazu die Diskussionen im Oö. Landtag abzuwarten, einen Blankoscheck über die Begutachtung werden wir nicht abgeben. Insbesondere muss für uns klar gestellt werden, dass die Objektivierung gewährleistet ist.”, sagt die SPÖ-Klubchefin.

Substantielle Reformen zur Verbesserung des Personalmanagements im Schulsektor sind im vergangenen Jahr auf Bundesebene eingeleitet worden: So wurde im Bundes-Schulaufsichtsgesetz die Einrichtung eines Qualitätsmanagements normiert sowie im Schulunterrichtsgesetz die Aufgaben der Schulleitung ergänzt und verdeutlicht, welche Aufgaben von dieser im Hinblick auf die schulische Qualitätsentwicklung wahrzunehmen sind. Das Aufgabenfeld “Führung und Personalentwicklung” der Schulleitung umfasst laut den Gesetzesmaterialien die Konfliktregelung, die Mitarbeiterführung und die Förderung der professionellen Entwicklung der Lehrkräfte. Zudem werden konkrete Zielvereinbarungen für die einzelnen Schulen ermöglicht. “Diese konkreten Bildungsfortschritte von Bildungsministerin Schmied sind geprägt von Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit. Effekthascherei – wie von Landesrätin Hummer praktiziert – ist hingegen im Bildungssektor fehl am Platz”, so die SPÖ-Klubvorsitzende.

Bei 900 LehrerInnenbewegungen pro Jahr, insbesondere im Sommer, allein in Oberösterreich müsse klar sein, dass die konkrete verfahrenstechnische Mitwirkung der DirektorInnen aufwendig und sorgsam zu planen sei. “Oftmals entscheidet sich erst in der letzten Ferienwoche ob es zu einer Klassenteilung kommt und damit eine neue Lehrkraft gebraucht wird. Das gilt es alles im Verfahren umfassend zu berücksichtigen, damit nicht zu Schulbeginn die Kinder ohne Lehrkraft in der Klasse sitzen”, gibt Jahn zu bedenken.

 

„Marie 2012“ – wie Frauen Recht bekommen

Written by Gerti Jahn on Februar 3rd, 2012

Die aktuelle "Marie 2012" ist ab sofort kostenlos im SPÖ-Bezirksbüro Perg erhältlich.

Recht haben und Recht bekommen ist für Frauen im Alltag oft zweierlei. Daher geben die SPÖ Frauen OÖ mit der „Marie“ seit Jahren ein Nachschlagewerk mit wertvollen Tipps und Informationen heraus. Die „Marie 2012“ ist soeben erschienen und kann kostenlos im SPÖ-Bezirksbüro Perg unter der Telefonnummer 07262/52579 oder per E-Mail: daniela.naderer@spoe.at bestellt werden.

„Von A wie Altersteilzeit über K wie Kündigungsschutz und S wie Sorgerecht bis zu W wie Wohnbeihilfe reichen die Infos, die Frauen helfen sollen, zu ihrem Recht zu kommen. Im hinteren Teil der Broschüre sind – nach Bezirken geordnet – frauenspezifische Beratungseinrichtungen aus ganz Oberösterreich aufgelistet“, sagt Klubvorsitzende Mag.a Gerti Jahn, die Bezirksfrauenvorsitzende der SPÖ-Frauen Perg.

Der Name des Nachschlagewerkes „Marie“ erinnert an Marie Beutlmayr (geb. 1870), die sich mutig und nachhaltig für die Verbesserung der Arbeitssituation von Frauen eingesetzt hat.

 

Bettelverbotsgesetz wird Anforderungen der Praxis nicht gerecht

Written by Gerti Jahn on Januar 25th, 2012

Gerti Jahn setzt sich auch für die sozial Schwächeren unserer Gesellschaft ein.

Mit großer Eile haben ÖVP und FPÖ trotz massiver verfassungsrechtlicher Bedenken im Frühjahr 2011 ein Bettelverbotsgesetz beschlossen, wobei sich nun zeigt, dass dieses für die Praxis nicht tauglich ist. “Einen Bärendienst haben ÖVP und FPÖ den oberösterreichischen Städten und Gemeinden mit ihrem populistischen Bettelverbotsgesetz geleistet. Verfassungsrechtliche Bedenken wurden vom Tisch gewischt, auf praxisgerechte Regelungen wurde zu wenig Wert gelegt – daher kommt jetzt der berechtigte Aufschrei der Praktiker. Für die SPÖ ist das eine weitere Bestätigung der Verfassungsklage gegen dieses populistische ÖVP/FPÖ-Gesetz, um in der Folge eine bessere gesetzliche Regelung unter umfassender Einbindung der betroffenen Interessensgruppen zu schaffen”, stellt SPÖ-Klubvorsitzende Gerti Jahn klar.

Die SPÖ hat immer eindeutig positioniert, dass sie für eine sachliche Regelung der gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Bettelei als verantwortungsvolle Partnerin zur Verfügung steht.

Das heißt ganz klar:
• Bettelei kann keine “Spielwiese” mit exzessiven polizeilichen Kompetenzen für städtische Ordnungsdienste darstellen.
• Kein generelles Bettelverbot.
• Volle Beachtung aller verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen.
• Praxisgerechte Handhabe in den Städten und Gemeinden gewährleisten.
• Konkrete Maßnahmen gegen organisiertes und aggressives Betteln schaffen.

“Es ist unser erklärtes politisches Ziel in Österreich Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein Betteln nicht erforderlich machen. Wenn dennoch jemand aufgrund unglücklicher Umstände zur Bewältigung seines Lebensunterhalts auf Bettelei angewiesen ist, dann muss das möglich sein. In der oberösterreichischen Lebenspraxis hat sich einmal mehr gezeigt, dass sich das Thema Bettelei weder für populistische Parteipolitik noch für politisches Kleingeld eignet”, so die SPÖ-Klubvorsitzende.

Wenn der Verfassungsgerichtshof der Argumentation der mangelnden verfassungsrechtlichen Kompetenz des Landes stattgibt, dann wäre in Zukunft der Bund für eine generelle österreichweite Regelung zuständig.

 

Trotz Alternativlösung zieht ÖVP/FPÖ Einschnitte bei Wohnbeihilfe durch!

Written by Gerti Jahn on Dezember 13th, 2011

330 Euro an Wohnbeihilfe verlieren die Betroffenen im Durchschnitt jährlich, weil ÖVP und FPÖ das Wohn-Belastungspaket gestern in der Landesregierung gegen die Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen haben. Die Alternativlösung der SPÖ – auf die Einschnitte zu verzichten und stattdessen beim Amtsaufwand und in allen Landesregierungsressorts je 300.000 Euro einzusparen – haben ÖVP und FPÖ niedergestimmt. Mit diesem Mehrheitsbeschluss für die eiskalten Einschnitte bei der Wohnbeihilfe offenbaren die ÖVP und FPÖ ihr wahres politisches Gesicht: Bei den Kleinen kürzen sie und gleichzeitig stellen sie sich mit ihrer Ablehnung von Vermögenssteuern schützend vor die Superreichen. Click to continue »

 

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