Generationenvertrag

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Sind die Jungen noch zu retten?

Mittwoch, Februar 10th, 2010

Unter diesem reisserischen Motto diskutierten diese Woche Othmar Friedl (SP-PensionistInnenverband), Rebecca Kampl (Sozialistische Jugend), Ruperta Lichtenecker (Wirtschaftssprecherin der Grünen), Markus Raml (Junge Wirtschaft) sowie Andreas Kohl (VP-Seniorensprecher) im ORF-Landesstudio. Sehr kontrovers aber konstruktiv wurden in eineinhalb Stunden der Generationenvertrag auf seine Tauglichkeit geprüft, die wacklige private Pensionsvorsorge genauer unter Lupe genommen und Zukunfts-Forderungen wie eine Verstärkung der Bildungsinvestitionen formuliert.

Es war eine spannende Diskussion, die einmal mehr zeigte, dass es nicht um ein gegeneinander Ausspielen der Generationen gehen darf. Denn der beste Weg für ältere wie jüngere Menschen ist die Schaffung von Arbeitsplätzen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen. Dass hier Demographie-Argumente fehl am Platze sind, wurde sehr schön herausgearbeitet, denn entscheidend ist nicht wieviele Erwerbstätige auf eine/n PensionistIn kommen sondern die Produktivität eines Landes. Sie sichert das staatliche Umlageverfahren, an dem es festzuhalten gilt. Die beste Garantie für künftige Pensionen ist demnach eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik. Umgekehrt ist das größte Problem der Jungen, nämlich die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse, auch das größte Problem für die Sicherung der Pensionen im Alter. Fazit: Mit sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik ist die Jugend noch zu retten!

Kurzer Fernsehbeitrag in Oberösterreich heute.

Berichterstattung der OÖNachrichten.